Prozessberatung
Immer wieder scheitern kleine und große Veränderungen. Sei es, weil die Betroffenen „nicht mitgenommen“ oder Widerstände nicht als solche erkannt wurden, oder die Unterstützung durch entscheidende Führungskräfte unzureichend war. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, zumeist wird zu linear statt systemisch gedacht. Organisationen sind jedoch Systeme aus Menschen und deren netzartigen, oft ambivalenten Beziehungen, sie lassen sich kaum dirigistisch steuern.
Hier setzt Prozessberatung an: Sie folgt der Überzeugung, dass eine Organisation am eigenen Lernen aktiv beteiligt sein muss, soll dieses Lernen nachhaltig erfolgreich sein. Prozessberatung arbeitet mit einer Fülle von Interventionen, um eine Organisation dazu zu bringen, eigene Wege und Lösungen für notwendige Veränderungen zu finden.
Hieran lässt sich Prozessberatung auch gut von der klassischen Unternehmensberatung abgrenzen: Letztere liefert klar definierte Lösungen, während erstere auf einen durch die Organisation erlebten Prozess von der Problemdiagnose über die Erarbeitung der Veränderungsziele bis zur Umsetzung zielt. Beide Philosophien haben ihre Stärken. In vielen Fällen ist Prozessberatung der einzig gangbare Weg, um eine Organisation durch einen notwendigen Veränderungsprozess zu führen.
Typische Anwendungsfelder für Prozessberatung sind:
- Umstrukturierung und damit Neuaufteilung von Aufgaben und Rollen
- Einführung eines neuen Instrumentes für das Qualitätsmanagement (z.B. Beschwerdemanagement)
- Änderung von lang bestehenden Prozessen
- Einführung einer neuen Software
- Entwicklung eines Leitbildes oder einer Vision
- Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Fehlern (Fehlerkultur)
- Etablierung einer Feedbackkultur
- Veränderung des Umgangs mit Informationen bzw. Wissen (Informationsmanagement).
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